Dreiecksbetrug auf Kleinanzeigen – So funktioniert die Masche

Warum Verkäufer sowohl Ware als auch Geld verlieren können – obwohl eine Zahlung eingegangen ist.

Der Dreiecksbetrug ist eine der gefährlichsten Maschen auf Kleinanzeigen. Er verursacht hohe Schäden und führt zu massiver Verwirrung, weil das Geld tatsächlich auf Ihrem Konto landet – von einem anderen Opfer.

Die drei Beteiligten

  • Person A – Sie: Der echte Verkäufer mit einem echten Artikel
  • Person B – Der Betrüger: Kopiert Ihre Anzeige und verkauft den Artikel weiter
  • Person C – Das Käufer-Opfer: Zahlt an Person A, erhält aber nie die Ware

Ablauf Schritt für Schritt

  1. Sie bieten einen Artikel auf Kleinanzeigen an
  2. Der Betrüger kopiert Ihre Anzeige (oft mit denselben Fotos) und bietet den Artikel günstiger an
  3. Ein ahnungsloser Käufer (Person C) überweist das Geld – oft auf Ihr Konto, weil der Betrüger Ihre Zahlungsdaten weitergibt
  4. Sie sehen das Geld und glauben, einen echten Käufer zu haben
  5. Der Betrüger holt die Ware bei Ihnen ab oder lässt sie an seine Adresse schicken
  6. Person C erhält nichts, erstattet Anzeige und fordert das Geld von Ihnen zurück
  7. Sie verlieren Ware und Geld – der Betrüger bleibt anonym

Woran Sie Dreiecksbetrug erkennen

  • Ein Käufer drängt zur schnellen Übergabe an eine fremde Adresse oder einen Abholer
  • Die Kommunikation wirkt ungewöhnlich oder kommt von mehreren Nummern
  • Der Käufer kennt Details, die Sie nie geteilt haben
  • Sie finden Ihre eigenen Fotos in einer anderen Anzeige

Schutzmaßnahmen

  • Ware erst nach verifizierter, plausibler Kommunikation übergeben
  • Bei Abholung: Ausweis prüfen, ob der Abholer zum Käufer passt
  • Eigene Anzeigen regelmäßig auf Kopien prüfen
  • Bei Verdacht: Polizei einschalten, bevor Sie Ware herausgeben

Mehr zum Thema: Betrug auf Kleinanzeigen – Übersicht

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