Der Dreiecksbetrug ist eine der gefährlichsten Maschen auf Kleinanzeigen. Er verursacht hohe Schäden und führt zu massiver Verwirrung, weil das Geld tatsächlich auf Ihrem Konto landet – von einem anderen Opfer.
Die drei Beteiligten
- Person A – Sie: Der echte Verkäufer mit einem echten Artikel
- Person B – Der Betrüger: Kopiert Ihre Anzeige und verkauft den Artikel weiter
- Person C – Das Käufer-Opfer: Zahlt an Person A, erhält aber nie die Ware
Ablauf Schritt für Schritt
- Sie bieten einen Artikel auf Kleinanzeigen an
- Der Betrüger kopiert Ihre Anzeige (oft mit denselben Fotos) und bietet den Artikel günstiger an
- Ein ahnungsloser Käufer (Person C) überweist das Geld – oft auf Ihr Konto, weil der Betrüger Ihre Zahlungsdaten weitergibt
- Sie sehen das Geld und glauben, einen echten Käufer zu haben
- Der Betrüger holt die Ware bei Ihnen ab oder lässt sie an seine Adresse schicken
- Person C erhält nichts, erstattet Anzeige und fordert das Geld von Ihnen zurück
- Sie verlieren Ware und Geld – der Betrüger bleibt anonym
Woran Sie Dreiecksbetrug erkennen
- Ein Käufer drängt zur schnellen Übergabe an eine fremde Adresse oder einen Abholer
- Die Kommunikation wirkt ungewöhnlich oder kommt von mehreren Nummern
- Der Käufer kennt Details, die Sie nie geteilt haben
- Sie finden Ihre eigenen Fotos in einer anderen Anzeige
Schutzmaßnahmen
- Ware erst nach verifizierter, plausibler Kommunikation übergeben
- Bei Abholung: Ausweis prüfen, ob der Abholer zum Käufer passt
- Eigene Anzeigen regelmäßig auf Kopien prüfen
- Bei Verdacht: Polizei einschalten, bevor Sie Ware herausgeben
Mehr zum Thema: Betrug auf Kleinanzeigen – Übersicht
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